Helfen Omega-3-Fettsäuren gegen Demenz?

Shownotes

In Deutschland leben rund 1,78 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft schätzt, dass sich diese Zahl in den kommenden fünfundzwanzig Jahren erhöhen wird – auf bis zu 2,6 Millionen. Und das betrifft nicht nur alte Leute. Fast fünf Prozent aller Menschen mit einer Demenz sind jünger als 65 Jahre.

Nun fragt sich, welche Maßnahmen man ergreifen kann, um einer Demenz vorzubeugen. Was hier mit Blick auf die Ernährung zu beachten ist, welche Lebensmittel sich empfehlen, welche man meiden sollte und ob Nahrungsergänzungsmittel das Gehirn fitter machen können, das erläutert Andreas Michalsen in dieser Folge des Podcasts „Richtig essen“.


Host: Kai Spanke

Mitarbeit: David Brucklacher und Kevin Gremmel


Mehr zum Thema

[„Die richtige Ernährung gegen den geistigen Abbau“: Andreas Michalsens Kolumnenfolge über Demenz] (https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kolumnen/richtig-essen/andreas-michalsen-welche-ernaehrung-senkt-das-demenzrisiko-die-wichtigsten-brain-foods-accg-201263757.html))


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Transkript anzeigen

00:00:04: In Deutschland leben derzeit ungefähr eins Komma Sieben Acht Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung.

00:00:09: Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft vermutet, dass sich diese Zahl bis Zwei Tausend Fünfzig deutlich erhöhen wird auf bis zu zwei Komma Sechs Millionen und das betrifft nicht nur alte Leute.

00:00:18: fast fünf Prozent aller Menschen mit Einer Demenz in Deutschland also etwa Fünfund Achtzig tausend Personen sind Jünger als fünfund Sechzig Jahre.

00:00:26: Nun fragt sich, welche Maßnahmen man ergreifen kann um einer Demenz vorzubeugen.

00:00:30: Was hier mit Blick auf die Ernährung zu beachten ist, welche Lebensmittel sich besonders empfehlen und welche man meiden sollte – darüber spreche ich jetzt mit dem Ernährungsmediziner und FHZ-Kolumnisten Andreas Michalsen.

00:00:40: Einmal im Monat vertiefen wir in diesem Podcast das Thema der zuletzt erschienenen Folge aus der Kolumne Richtig Essen und im Anschluss beantwortet Andreas Michalsen ihre Fragen.

00:00:48: Die E-Mailadresse lautet richtig-essen at fhz.de.

00:00:52: Ich bin Kai Spanke.

00:00:53: Hei Andreas

00:00:55: Ja, hi Lieber Kai.

00:00:58: In deiner aktuellen Kolumne geht es um Demenz und Ernährung und wir starten mal ganz grundsätzlich... Wo beginnt eigentlich eine Demenz?

00:01:09: Also wann lässt sich nicht mehr sagen das ist normale Vergesslichkeit sondern eine Krankheit?

00:01:15: Es ist gar nicht so einfach zu beantworten.

00:01:19: also es gibt quasi zwei Dimensionen.

00:01:21: Das eine ist das woran man die Demenz jetzt einfach im reellen Leben erkennt, also an Vergästlichkeit und vielleicht dann auch wenn das stärker wird.

00:01:33: Desorientiert hat Schwierigkeiten sich eben einzufinden, sich zu orientieren.

00:01:40: Wir sprechen da von den kognitiven Beeinträchtigungen.

00:01:43: Und da gibt es natürlich einen fließenden Übergang weil wir Menschen und unsere Gehirne sind in der Lage immer erst mal, wenn ein Defizit da ist, zu kompensieren, sodass das andere vielleicht auch nicht merken.

00:01:57: Und wir selber vielleicht auch noch nicht so ganz merken dass da was im Busche ist.

00:02:00: und dann gibt es aber die andere Ebene.

00:02:02: man kann heute natürlich auch in CTs, in Kernspinns, auch in ein bisschen wissenschaftlichen Blut Tests eben dann auch noch ablesen, ob da schon Entsprechungen in der Bildgebung oder im Blut anhand von Markern sind.

00:02:22: Die dann letztlich zu sicheren Diagnosener-Demenz führen.

00:02:25: aber es bleibt am Anfang vor allem immer unscharf.

00:02:29: und auch noch ein Ding dazu weil es ist schon auch so es gibt ganz andere Erkrankungszustände oder Beeinträchtigungen wo man Wo es auch kognitive Defizite gibt, Vergesslichkeiten und so.

00:02:42: Depression ist sowas beispielsweise oder ein Vitamin B-Zwölfmangel wo aber gar keine Demenz vorliegt sondern wenn dann die Depression oder beispielsweise der B-zwölf Mangel behandelt ist, dann ist alles wieder so gut wie vorher.

00:02:54: Wenn man eine Bildgebung macht also sagen wir mal einen CT Und wir haben tatsächlich einen Demenzpatienten was sieht man denn auf dem Bild?

00:03:03: Ja, da sieht man eben so Lesionen dann.

00:03:05: Also einfach anders sich koststrandkontrastierende Areale im Hirn die dann eben anzeigen das hier das normale gesunde Gehirngewebe die Nerven zählen dass sie schon geschädigt sind und je nachdem auch wie fortgeschritten die Erkrankung ist.

00:03:24: Das ist aber heutzutage schon es ist eher natürlich das große Feld der Forschung.

00:03:29: also sagen wir mal jetzt Im medizinischen Alltag wird man heute natürlich als erstes mal den Menschen mit seiner kognitiven Beeinträchtigung sehen und dann gibt es so Fragebogen-Tests, Konzentrationstests, Mini-Mental Tests wie die alle heißen.

00:03:46: Und dann gibt da halt eine Summe ein Score berechnet und dann macht man Dann kann man das letztlich dann schon für den Alltag ganz gut einteilen ohne Bildgebung, ob da jetzt eine Demenz anläuft oder nicht.

00:04:01: Du schreibst, Demenz sei inzwischen einer der großen Volkskrankheiten geworden?

00:04:07: Liegt es nur daran dass die Menschen heute einfach älter werden so dass sie mehr Zeit haben eine Demens zu entwickeln?

00:04:13: oder spielen andere Faktoren auch in Rolle?

00:04:17: Beides kommt zusammen also Diese chronischen Krankheiten und diese, wie man eben sagt Volkskrankheiten, dass die so massiv ansteigen.

00:04:28: Also fast alle.

00:04:29: das hat natürlich mit der älter werdenden Bevölkerung also mit der Demografie vor allem zu tun weil Gerade die Demenz ist eine klassische Alters-Assoziierte, also mit dem Alter häufiger vorkommende Erkrankung.

00:04:44: Genauso natürlich wie der Herzinfarkt oder der Schlaganfahrer bei der Demenz – das ist ganz offensichtlich.

00:04:51: und wenn wir alle heute ein höheres Lebensalter erreichen erhöht sich auch die Chance auch eine Demenz auf einmal erleben.

00:05:00: Das ist das eine.

00:05:02: auf der anderen Seite, aber da gab es die schöne Publikation, die habe ich in meiner Kolumne auch erwähnt im Lancet.

00:05:08: Da hat man anhand riesiger Datensätze, vierzehn wesentliche Risikofaktoren beschrieben, die zu Demenz mitführen können.

00:05:19: und diese Faktoren, wenn man sie alle zusammengerechnet hat dann waren das erklärten diese forty-fünf Prozent aller Demenzfälle.

00:05:28: Und da sind natürlich dann schon einige dabei, die haben mit unserem modernen Lebensstil zu tun.

00:05:34: Also wenn ich mal in diese Liste da reingucke... Da erhöht der Cholesterinspiegel Bewegungsmangel Bluthochdruck Übergewicht Rauchen übermäßiger Alkoholkonsum, Luftverschmutzung, Depression.

00:05:50: Da merkt man schon ja das hat was mit unserem modernen Leben zu tun.

00:05:54: hinzukommen noch zwei drei andere die sind die würden zu allen Zeiten ausschlaggebend sein schwerhörigkeit sehschwäche oder frühere kopfverletzung.

00:06:04: deswegen sind ja auch diese in Amerika diese American Football Spieler, die ja immer da eins auf die Birne kriegen.

00:06:10: Die sind sehr stark Demenzgefährd oder Boxer.

00:06:13: Also es gibt so ein paar Fakten, die haben jetzt nicht direkt was mit unserem modernen Leben zu tun aber die meisten schon.

00:06:20: Warum sind Leute, die schlecht hören demenz gefährdet?

00:06:24: Ja ich finde das ganz spannend.

00:06:25: also man stellt sich das doch so vor... Nicht nur dass die Zellen selber altern, sondern es gibt ja die Synapsen und die ganzen nervlichen Zwischenverbindungen tausende Millionen Milliarden.

00:06:40: Und die halten unsere Gehirnzellen letztlich auch fit und am Leben.

00:06:46: oder wen sie?

00:06:47: wenn die Gehirnszellen vielleicht doch schon sagen wir mal eine gewisse vom Stoffexterne Alters Trägheit zeigt, dann kann man das noch ausgleichen in den schön viele Impulse da.

00:06:58: Wachmachende Impulse reinkommen wenn ich das jetzt mal so ein bisschen bildhaft darstelle.

00:07:03: und da spielt natürlich gutes Sehen und gutes Hören auch eine Rolle.

00:07:09: und da kommt noch einen anderen Punkt soziale Isolation ist auch ein Risikofaktor.

00:07:13: Wenn jetzt zum Beispiel jemand schlecht sieht oder hört Dann zieht er sich auch mehr zurück.

00:07:18: also Das ist wiederum auch der andere Punkt, dass man sagt Menschen die sich kreativ betätigen und bewegen, tanzen Musik machen.

00:07:27: Da wird das Hirn mehr gefordert und dann ist es am Ende vielleicht sogar so wie gesagt zu vereinfacht von mir jetzt dargestellt.

00:07:34: aber ich darf das mal so machen wie beim Muskel, wie beim Sport use it or lose it.

00:07:40: also das heißt die Gehirnzelle will auch gefordern werden

00:07:44: Welche Rolle spielt sie Ernährung?

00:07:45: Die Ernährung spielt eine Rolle, auch eine große Rolle.

00:07:49: Aber sie ist jetzt nicht... Sie hat es aber nicht.

00:07:52: das Ausmaß wie bei der coronaren Herzerkrankung beim Herzenfaktor oder beim Diabetes wo man sagt wow da kommt's vor allem jetzt auch auf Ernährungen an.

00:08:02: Aber man sieht anhand dieser vierzehn Faktoren die im Lancet beschrieben worden sind naja Cholesterin, Bluthochdruck, Diabetes über Gewicht Alkohol, das hat ja schon alles mit Ernährung erst mal zu tun.

00:08:18: Man kann es nicht genau quantitativ abschätzen beziffern aber ich glaube was man schon ableiten kann ist zu sagen auf jeden Fall gucken dass man sich gesund ernährt dann wird man nicht nur ein gesünderes Herz haben und kein Diabetes sondern man wird auf jeden fall selbst bei einer genetischen Veranlagung für Demenz Sein Schicksal ein bisschen mehr in die Hand nehmen

00:08:42: können.

00:08:43: Gibt es im Darm, im Mikrobiom schon Bakterien, die identifiziert wurden und die man eindeutig mit einer Demenz zusammenbringen kann?

00:08:54: Also einmal ja, einmal nein!

00:08:56: Es gibt viele Bakterie, die man immer wieder identifiziert – die im Mausmodell vielleicht auch in epidemiologischen Studien ein Signal zeigen, wie wir das so nennen wissenschaftlich.

00:09:11: Aber eindeutig ist es leider nicht.

00:09:13: also die Dilemma der Mikrobiomforschung, dass da immer wieder sehr widersprüchliche Ergebnisse stattfinden, weshalb man da auch noch nicht präzisieren kann.

00:09:26: Also beim Mikrobiome ist wahnsinnig wichtig und deswegen hatte ich da auch mal einen Buch darüber geschrieben.

00:09:33: Aber es bleibt eigentlich dabei, dass man sagt ja bitte viel Gemüse essen.

00:09:36: Viel Ballaststoffe, wenig Zucker, wenig gesättigte Fette aber viel genauer geht's noch nicht.

00:09:45: Nenn mal so zwei drei Lebensmittel die du hier unbedingt empfehlen würdest und genauso zwei drei wo du sagen würdest das nun wirklich nicht?

00:09:53: Also bei dem was man nicht essen soll ist wenig Neues.

00:10:00: Es sind die üblichen Übeltäter Also die gesättigten Fette, also in Wurst, in fettem Fleisch oder in sehr fetten Milchprodukten.

00:10:10: Dann Zucker in seiner reinen Form.

00:10:13: und das stärkste Signal wenn es um das Risiko führt im Mensch, um das Erhöhte geht, haben diese hochverarbeiteten Lebensmittel, diese ultra processed foods da ist immer das... Die haben auch viel Zucker und vier gesättigte Fette, aber die haben ja dann noch diese Zusatzstoffe von denen man irgendwie in der Summe sagen kann das ist nicht gut für uns.

00:10:35: Und eben da zeigen die ganzen epidemiologischen Studien ein deutlich erhöhtes Demenzrisiko wenn viel davon gefuttert wird.

00:10:43: Gibt es Lebensmittel die du selbst nur deswegen isst weil Studien irgendwie gezeigt oder annähernd gezeigt haben dass sie gut fürs Gehirn sind?

00:10:52: Ja, ja gibt es.

00:10:53: Also ich liebe vor allem die Walnuss, weil ich finde das natürlich schon so schillernd dass diese... Dass die Walnis auch wie ein Gehirn aussieht.

00:11:02: Das sind nicht einfach... Da bin ich sehr besonders von der Natur gemacht und die enthält ja Omega-III-Fettsäuren, die pflanzliche Omega-II Fettsäure, die Alpha-Linolensäure.

00:11:16: Und wenngleich man sich da jetzt auch sagen wir mal um das Detail der Größenordnung streiten kann.

00:11:22: Also ich kann es jetzt mal so sagen, wenn man jetzt nicht viel Omega-Dreifelzeugen ist das ist jetzt nicht so dass man da zwingend eine Demenz kriegt.

00:11:30: aber man tut schon was Gutes wenn man Walnüsse isst.

00:11:34: Man kann natürlich auch Algen oder auch Fisch essen.

00:11:38: gerade beim Fisch Das ist natürlich so Der ist heute in der Regel Man hat ihn von irgendwelchen Bio-Züchtungen, der halt mit Mikroplastik belastet oder mit Schwermetall.

00:11:52: Beides ist nicht gut fürs Gehören!

00:11:54: Also die Wahlnüsse sind meine absolute Nummer eins.

00:11:58: und dann... das ist vielleicht ein bisschen langweilig weil die so oft bei mir immer vorkommen Die Wilden Blaubeeren.

00:12:06: Manchmal frage ich mich eher, für was sind die eigentlich denn überhaupt nicht gut?

00:12:09: Gibt es irgendeine Erkrankung, wo die... Es ist schon verrückt.

00:12:12: Also egal, was man untersucht hat ob Diabetes Typ II oder Bluthochdruck oder Herzinfarkt Schlaganfallrisiko aber auch Demenz also Oder Daumenentzündungen, also die schneiden irgendwie immer gut ab.

00:12:24: Ich weiß ja auch das ganz verrückt.

00:12:25: Aber und die esse ich deswegen, ich esse wirklich jeden Tag irgendwie Blaubärpulver oder Müslibo Bio-Blaubärpulver drin ist oder tiefgefrorene Blaubeeren.

00:12:39: Also das, ja, ist jeden Tag bei mir auf dem Speiseplan.

00:12:44: So, das war jetzt das Zweite!

00:12:45: Jetzt wolltest du noch was Drittes?

00:12:47: ne?

00:12:47: Tja...

00:12:48: Ne dann hake ich hier ein mit einer Frage.

00:12:50: Kochst Du die tiefgekühlten Blaubeern ab?

00:12:52: weil man jetzt immer häufiger liest und hört eher bei den tief gekühlten da wird.

00:12:57: manchmal werden Hepatitis A-Erreger gefunden oder Salmonellen

00:13:01: usw.?

00:13:02: Ich weiß natürlich um diese Empfehlung auch um diese Schrift-Sätze aus dem Bundesinstitut für Risikobewertung.

00:13:11: Ich bin da vielleicht leichtsinnig, ich mache... Also ich erhitze das aber ich erhitzte es jetzt nicht in eine Maße dass ein Virologe sagen würde, ja jetzt ist das Risikorausreichend geminnt, das nicht.

00:13:26: Da bin ich denke ich mehr.

00:13:27: Nee mach' ich jetzt nicht!

00:13:29: Okay und dann noch ne Walnussfrage.

00:13:31: Wenn ich jetzt sage, Walnuss so ist mir irgendwie langweilig.

00:13:33: Ich möchte die lieber ein bisschen anrösten mit Honig in der Pfanne.

00:13:36: Mache ich mir den guten Effekt durch den Zucker dann kaputt?

00:13:39: Nee also am Ende ist es natürlich im Gesamtbilanz Summen Spiel.

00:13:46: aber sagen wir mal auch wenn man jetzt die Walnus kandiert oder so ein bisschen mit Honigg sehr lecker verfeinert.

00:13:53: Ich finde das wirklich sehr, sehr köstlich.

00:13:55: und auch mit Datteln.

00:13:58: Die Inhaltsstoffe der Wahlnüsse sind ja immer noch gesund, die Alphalinolinsäure und die Ballaststoffe.

00:14:04: Und bei Honig... Also das ist so... Immer wieder lese ich irgendwelche Beiträge im Netz oder in Zeiten wo jemand sagt Ja!

00:14:13: Das ist ein Irrturm, dass ein Mythos Honig wäre gesünder als Zucker.

00:14:19: Ich habe da eine andere Meinung.

00:14:20: also wenn ich die Daten.

00:14:23: Ich muss jetzt zugeben, ich habe es das letzte Mal vor einem halben Jahr recherchiert.

00:14:26: Also ich weiß nicht was die letzte halbe Jahr da passiert ist aber bis dahin würde ich sagen zeigen die Meta-Analysen schon Honig ist gesünder als Zucker.

00:14:34: also und warum auch immer?

00:14:36: Das sei jetzt mal dahingestellt.

00:14:38: Aber insofern hab' ich gegen Walnösschen mit Honig gar nichts sondern finde das unglaublich lecker!

00:14:46: Wir halten fest Blaubären und Walnösse ja hoch verarbeitete Lebensmittel und Zucker eher nein

00:14:52: Genau.

00:14:53: Jetzt mal auch eingefallen, was ich persönlich als Platz drei bei mir nehme da das ist grüner Tee und Kaffee.

00:15:00: Die beiden schneiden in den epidemiologischen Studien immer sehr gut ab.

00:15:06: Da gibt es jetzt leider keine höhere Evidenzen.

00:15:09: dazu brauchen wir diese randomisierten Studien.

00:15:12: die liegen jetzt zu dem Zielpunkt Demenz nicht direkt vor.

00:15:18: Aber das, was ich so von der Datenlage so sehe, das reicht mir persönlich um den Kaffee und nachmittags auch mal einen grünen Tee.

00:15:26: also beides trinke ich einfach sowieso sehr gerne, um das mit noch einem besseren Gefühl zu trinken, um zu sagen ja damit halte ich auch mein Gehirnfett.

00:15:35: Verändert sich eigentlich wenn man eine Demenz entwickelt hat?

00:15:39: Der Energie- und Nährstoffbedarf?

00:15:42: Ja!

00:15:42: Also da Man weiß es nicht so genau, aber man sagt... Also man sagt schon beispielsweise also die Gehirnzelle braucht ja Zucker.

00:15:52: Muskeln und Gehörnzellen brauchen besonders viel Zucker.

00:15:57: Und beispielsweise gibt das schon Hinweise dass erkrankte Gehirnszellen jetzt mal unabhängig davon ob diese Erkrankung eine Demenz oder Parkinson oder sowas werden, dass sie mit dem Zuckerstoffwechsel nicht mehr so klar kommen Und deswegen beispielsweise auf andere Nährstoffe wie Kettunkörper, wie man sie beim Fasten produziert aus der Leber.

00:16:23: Deswegen die Menschen wieder wacher und kurzzeitig besser drauf machen weil dann die Gehirnzelle mit diesem Stoffwechselprodukt besser umgehen kann ist aber auch noch ein bisschen spekulativ.

00:16:32: Aber klar ist wir haben ja bei der Demenz so Ablagerung um die Nervenzelle herum Die wird nicht mehr so gut gereinigt.

00:16:43: Im Nachtschlaf gibt es ja so Reinigungsprozesse, die in den Gehirnzellen und um die Gehirntzellen herum stattfinden.

00:16:51: Da hat man dieses Wort glymphatische Systeme.

00:16:54: Das ist vom Glierzellen im Gehirnen, das sind diese umgebenden Zellen.

00:16:59: Und lymphatisches System da ist auch im Körper das was so abtransportiert entwässert usw.. Das findet auch im Gehörnstadt.

00:17:08: Und wenn das dann eben nicht mehr stattfindet, werden diese Aminoide, die werden nicht mehr gut abtransportiert.

00:17:16: Natürlich wird so eine Zelle auch Stoffwechsel, Träger und Behinderter.

00:17:21: Die kann einfach nicht mehr so gut kommunizieren mit dem was drumherum ist.

00:17:26: Insofern hat sie ein Nährstoffproblem.

00:17:27: aber man kann es nicht so einfach lösen den man sagt ja dann gebe ich jetzt besonders viel ins Blut und dann passt das wieder.

00:17:35: Das Problem ist schwerer zu beheben.

00:17:37: Das heißt, Nahrungsergänzungsmittel sind keine Lösung.

00:17:40: Ja, gibt es viel Streit drum?

00:17:42: Also am besten schaut... also für die meisten Mutmaßungen sind... muss man sagen das hat enttäuscht.

00:17:54: Also am Besten sieht es noch für die Omega-III-Fettsäuren aus und deswegen habe ich die Walnuss auch vorgehoben, wobei schon viele Studien auch enttäuschende Ergebnisse hatten.

00:18:08: Aber was man sagen kann ist es gibt ja Menschen die haben genetischen höheres Risiko diese Apo Lipopodein E-IV Positiven.

00:18:16: bei denen hat das dann doch etwas gebracht wenn sie sehr viel Omega Drei Fettsäuren zu sich genommen haben.

00:18:25: aber so wie es dann oft beworben wird dass man sagt einfach jetzt Omega Dreifettsäure und da bekommst du keine Demenz ist es leider nicht bei einem anderen Stoff.

00:18:37: Im Lithium ist es eigentlich ähnlicher Gang, wurde sehr gehypt und in der Epidemiologie sah es gut aus.

00:18:43: die ersten randomisierten Studien haben da nicht so richtig diese Hoffnungen bestätigt.

00:18:50: ich würde aber daraus jetzt kein negatives Fazit ziehen Sondern würde sagen, auch wenn es für die... Es gibt nicht dieses Superdrug, super Food.

00:19:00: Dieses Miracle-Drug im Einzelnen.

00:19:04: aber ich glaube man macht's ja auch nicht falsch und man einfach guckt dass man das alles zu sich nimmt sondern dann erhöht man die Chance, dass es nützt.

00:19:10: also Bären, Grün, Tee Und vielleicht auch Mahi und da einen Multivitaminpräparat diese ganz olle Kamelle weil die ist in den bisherigen Studien tatsächlich relativ gut weggekommen.

00:19:25: Damit wären wir im zweiten Teil des Gesprächs, nämlich bei den Zuschriften deiner Leserinnen und Lesern.

00:19:32: Und in beiden Fragen geht es um Dinge die auch schon jetzt in unserem Gespräch Thema waren.

00:19:37: Hansjörg Dröge schreibt, zu meinem Leitwesen schreiben auch sie beim Kaffekonsum in der Einheit Tassen.

00:19:43: Ich kenne im Umfeld viele Kaffeetränkerinnen und Trinker.

00:19:46: Nie trinkt jemand eine Tasse immer nur ein Becher!

00:19:48: Ist die amerikanische Mengen-Einheit Cups gemeint?

00:19:51: Warum wird die Menge nicht in Milliländern

00:19:54: angegeben?!

00:19:54: Die Tassen meiner Oma haben mit heutigen Kaffee-Tassen nichts gemeint – in zwei Becher passen mindestens fünf Omatassen.

00:20:02: Ja Alter, das ist eine tolle Frage.

00:20:05: Natürlich gibt es diese riesen Cups in Amerika die man sich dann auch ins Auto mitnimmt.

00:20:11: Das sind ja eher so wie so halbe Liter Bierkrüge oder... dass das ausmacht.

00:20:19: Naja aber sag doch mal so Wie kam es überhaupt dazu?

00:20:24: Dass man das so bemessen hat das kommt natürlich Daher, dass man die Leute in diesen ganzen epidemiologischen Studien ja befragen muss.

00:20:35: Und man muss sie verständlich befragen!

00:20:37: Es macht jetzt überhaupt keinen Sinn jemanden zu fragen wie trinkst du jetzt jeden Tag vierhundertsiebzig Milliliter Kaffee oder dreihundertfünfundsebzig?

00:20:46: Sagen wir mal deswegen spricht man von Portionen und von Cups also von Tassen in natürlich in dem Bewusstsein das das ungenau ist.

00:20:56: Aber ich glaube so im Grundsätzen, egal ob Omas Tasse oder die Cappuccino-Tassen, die ich habe.

00:21:05: Die im Krankenhaus sind immer ein bisschen höher und da passt ein bisschen mehr an.

00:21:08: aber irgendwo bewegt sich sehr zwischen sagen wir mal hundertfünfzig und dreihundert Milliliter so in der Regel.

00:21:13: Sagen wir mal zweihundert bis zweieinhalbzig im Durchschnitt Wenn ich jetzt nicht die amerikanischen Maße da nehme und da kann man dann so pin mal Daumen sagen, dann weiß man schon irgendwie was zwei drei Tassen sind.

00:21:26: Und es bleibt aber ungenau absolut klar.

00:21:31: Aber nur in der Ungenauigkeit ist es irgendwie bei den Befragungen noch erfolgreich

00:21:37: abzufragen.

00:21:38: Okay also wir haben zum Beispiel zu Hause so Kaffeebecher da passen vierhundert Milliliter rein.

00:21:45: Ich sollte jetzt nicht acht Becher Kaffee am Tag trinken.

00:21:48: Nein,

00:21:48: echt?

00:21:49: Ihr habt so große Kaffeebecher!

00:21:52: Ja ich hab die nicht... also ich mein das ist ja früher da gab es ja auch so ein bisschen im Norden einen Pottkaffee.

00:22:01: Einer aber sie ist kein Pottgemein das ist eine Tasse gemeint und ich würde mal so sagen für mich ist die Tasse im Schnitt zweihundertfünfzig.

00:22:11: Zweihundert bis zweieinhalbfünfzig Milliliter ist für mich eine Tasse Kaffe.

00:22:14: Aber wie gesagt, ich konzediere und gebe natürlich zu dass man da durchaus auch anderer Meinungen sein kann aber in den Studien ist das gemeint.

00:22:21: also wenn jetzt jemand vier Tassen Kaffee trinkt dann meinen die damit irgendwie acht hundert Millilitern.

00:22:28: Okay das ist konkret genug.

00:22:29: ein weiterer Leser möchte wissen Ich habe eine Frage zur Einnahme von Algenöl.

00:22:34: Gibt es eine Dosisangabe, die erforderlich ist?

00:22:36: Damit es seine positive Wirkung entfalten kann.

00:22:38: In Fachbroschüren lese ich von einem Teelöffel täglich der notwendig sei.

00:22:42: Ich selbst habe es bisher an zwei bis drei Tagen der Woche etwas zugegeben.

00:22:46: zum Leinöl beim Frühstück.

00:22:48: Mir wurde jetzt gesagt das sei zu wenig dann könne man es auch bleiben lassen Man müsse es täglich zu sich nehmen.

00:22:54: stimmt dass

00:22:56: Ja.

00:22:56: also das hört sich tatsächlich nach etwas zu wenig an.

00:23:00: Also Die konservative, also die vorsichtige Empfehlung.

00:23:05: Wenn man jetzt einfach mal Omega-III Öl ein bisschen vereinfachend in einen Topf wirft... Also jetzt vor allem die Längerkettingen im Algenöl das ist ja die Eicosapentainsorte und die Docosahexainsore.

00:23:19: Also wenn ich jetzt mal weglasse wie viel Proportional von dem jeweils drin ist dann fängt so das an mit einem Gramm am Tag vom Öl.

00:23:29: aber bei den Meisten Studien, wo derzeit auch ein greifbares Ergebnis herauskam.

00:23:39: Da war es dann doch etwas mehr, da wars dann zwei oder drei Gramm beim... und das muss dann aber schon auf einer täglichen Basis eingenommen werden.

00:23:49: Jetzt kommt's darauf an wie groß ist der Teelöffel?

00:23:53: Ich würde da vielleicht auch dazu raten manche Algenölpräparate haben auch Messbecher dabei, um da vielleicht einmal ins Gefühl zu kommen mal das mit so einem Messbächer dann abzuschätzen wo man da bei zwei drei Gramm von dem Öl dann wäre.

00:24:14: Bei Leinöl gibt es noch die Problematik dass Leinöel also ist sehr gesund aber es wird nur ein Bruchteil vom Lein-Öl in die länger kettigen Omega-Dreifettsäuren in der Leber umgebaut.

00:24:31: Also insofern vom Leinöl sollte man dann doch noch reichlicher zu sich nehmen, wenn es denn schmeckt.

00:24:38: Das muss man immer mal gucken.

00:24:39: Man soll jetzt sicher auch nicht wirken nur, wenn man da sagt, oh, das muss ich nochmal einen Löffel hinterher schieben.

00:24:46: Benutzt du ein Öl fürs Frühstück?

00:24:49: Gelegentlich!

00:24:50: Ich gucke immer dass ich ein LeinÖl zu mir nehme.

00:24:55: Ich hab da so ein Fläschchen mit Algenöl im Kühlschrank und ich bin jetzt sicherlich in der Hinsicht kein Vorbild, was die regelmäßige Einnahme von solchen Sachen anbauen muss.

00:25:06: Ich habe jetzt ja nicht ein konkretes medizinisches Ziel vor Augen als ich möchte damit nicht meinen Blutdruck sinken oder irgendetwas sondern das ist eher aus einer Art Profilaxe oder sowas.

00:25:16: Ja und da würde ich mal sagen Da mache ich es dann vielleicht wie in der Leser-Zuschrift sogar.

00:25:22: So jeden zweiten, dritten Tag packe ich mir da noch so ein Algenöl bei.

00:25:26: Aber wie gesagt wenn ich jetzt ein medizinisches Problem lösen würde bei mir aber persönlich dann würde ich es jeden Tag in der ausreichenden Dosis beides einigen.

00:25:37: Vielen Dank!

00:25:38: Das war unser Schlusswort.

00:25:39: In einem Monat geht's an dieser Stelle weiter.

00:25:41: Herzlichen Dank Andreas für das nette Gespräch.

00:25:44: Ja gerne lieber Kai Tschüss.

00:25:46: Weiter für unsere Hinweise finden Sie in den Shownotes und alle bisherigen Kolumnenfolgen auf unserer Homepage FAZ.net.

00:25:52: Außerdem sei noch einmal darauf hingewiesen, dass Andreas Michalsen Ihre Fragen gerne im Podcast beantwortet.

00:25:57: Schreiben sie uns an richtig-essenatFAZ.de.

00:26:01: Dieser Podcast wird produziert von David Broglacher und Kevin Kremel Und die nächste Folge mit Andreas Michaelsen gibt es in einem Monat.

00:26:09: Bis bald!

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